Ein Verfahren jagt das andere

Stadtentwicklung

9.10.2018


Südwest Presse

PFRONSTETTEN – Im Rathaussaal fehlte noch der Estrich, kurzerhand dirigierte Bürgermeister Reinhold Teufel Regierungspräsident Klaus Tappeser in das neue Bürgerbüro.

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Planer Clemens Künster machte zunächst einen Parforce-Ritt durch das Theoretische der Projekte, die man danach praktisch in Augenschein nahm. Ziel sei es, die Struktur zu erhalten, aber auch Wachstum zuzulassen. Dementsprechend müsse die Innenentwicklung ausgerichtet werden. Als Stichworte nannte Künster dazu Raumordnung, Umwelt und Naturschutz, Dorfcharakter und Landwirtschaft sowie die Nutzungskonflikte, die sich daraus ergeben. Durch die Vorgaben der Behörden, sei es nun aus dem Flächennutzungsplan oder der FFH-Gebiete, werde es immer schwieriger, dies alles unter einen Hut zu bringen und auch den Bürgern verständlich zu machen. Zudem kosten alle zusätzlichen Verfahren Geld.

Der Regierungspräsident hörte es wohl, wies aber den versteckten Vorwurf mit Entschiedenheit zurück. „Sie stellen das so hin, als ob im ländlichen Raum nichts möglich wäre“. Man sehe aber gerade an Pfronstetten, dass in der Vergangenheit viel bewegt wurde. Bürgermeister Reinhold Teufel sprang seinem Planer da etwas beiseite. Das Zielabweichungsverfahren für das DGH Aichelau habe der Kommune einen fünfstelligen Betrag und viel Nerven gekostet.

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Ein kurzer Abstecher galt danach in Aichelau der Wiese, wo das neue DGH entstehen soll. Das 1,4 Millionen Euro Projekt soll 2020 in Angriff genommen werden, nachdem zwischenzeitlich das Zielabweichungsverfahren über die Bühne ist. „Sie sehen, wir haben das mit dem regionalen Grünzug in den Griff bekommen“, sagte Tappeser.

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